Mittwoch, 15. August 2018

Ferragosto 2018


















Francisco de Goya, Karton für die königliche Teppichma-
nufaktur (1777)

Samstag, 11. August 2018

#aufstehen


















 Wir dachten, Hautgout sei passé.

Donnerstag, 12. Juli 2018

Il cuore d’Europa


















Museo Archeologico Regionale Agrigento

Montag, 2. Juli 2018

Hands off Erasmus


















Liebe Nazis und Faschisten — Ihr benennt Eure Stiftung
nach jemandem, der so gar nicht zu Euch passt. Ihr glaubt,
er hätte, anders als Stresemann, keine Nachkommen, die
gegen Euer niederträchtiges Ansinnen klagen können. Doch
es gibt sie: Erasmus-Stipendiaten die seit 1987 seinem Cre-
do folgen, das er 1522 an Zwingli schrieb: Ego mundi civis
esse cupio, communis omnium, vel peregrinus magis. Bitte
sucht Euch einen andren Namen. 

Mittwoch, 27. Juni 2018

Primavera 2005


















Am Dienstag, den 10. Mai 2005 wurde das Denkmal für die
ermordeten Juden Europas eingeweiht. Eine Woche vorher
war in der ZEIT ein Text des italienischen Philosophen Gior-
gio Agamben erschienen: „Die zwei Gedächtnisse“. Die Ham-
burger Wochenzeitung hatte eine exklusive Baustellenbege-
hung organisiert und druckte meine Übersetzung seiner Ein-
drücke am Mittwoch, den 4. Mai ab (da der Donnerstag, an
dem die ZEIT üblicherweise erscheint, 2005 auf Christi Him-
melfahrt fiehl.)  

Montag, 4. Juni 2018

Je suis fainéant


















A.K. Je suis fainéant. Ce livre, je l’ai écrit voici dix ans
parce que j’ai été malade pendant un an, je m’ennuyais
et je l’ai dicté. Je le considérais comme faisant partie de
mes œuvres posthumes mais Queneau et Gallimard ont
insisté. J’ai écrit, voici quatre ans, un autre volume qui
prend place après celui-ci mais je ne sais pas si je le pub-
lierai, à quoi bon ? Oui, je suis fainéant et j’aime jouer…
en ce moment par exemple.
Alexandre Kojève, „Les philosophes ne m’intéressent pas,
je cherche des sages“, Interview mit Gilles Lapouge, La
Quinzaine littéraire, Nr. 53 (1.-15. Juli 1968). 
 

Sonntag, 20. Mai 2018

Was ist der Schöpfungsakt?


















„Der Titel Was ist der Schöpfungsakt? geht auf einen Vor-
trag zurück, den Gilles Deleuze im März 1987 in Paris hielt.
In ihm bezeichnet Deleuze den Schöpfungsakt als einen
»Widerstandsakt«. […] Deleuze definiert nicht, was er un-
ter »Widerstand leisten« versteht, sondern scheint es in
der geläufigen Bedeutung zu verwenden: sich der Macht
oder einer äußeren Bedrohung widersetzen. Im Gespräch
über das Wort »résistance« (»Widerstand«) im Abécédaire 
fügt er mit Blick auf das Kunstwerk ergänzend hinzu, dass
Widerstand zu leisten darin bestehe, eine Lebensmacht zu
befreien, die eingesperrt war; eine Definition des Schöp-
fungsakts als Widerstandsakt gibt Deleuze jedoch auch in
diesem Fall nicht.“ Giorgio Agamben, „Was ist der Schöp-
fungsakt?“, in: ders., Die Erzählung und das Feuer, Frank-
furt am Main 2017, S. 37-57, hier: S. 37.

Tatsächlich hielt Gilles Deleuze am Dienstag, den 17. März
1987 einen Vortrag an der Fémis, der Fondation européenne
des métiers de l'image et du son, mit dem Titel „Qu’est-ce
qu’un acte de création?“.